Standard:

 
 FCI-Standard Nr. 339 des „Parson Russell Terrier”
 
 
 
  FCI-Standard Nr. 339 vom 28.11.2003
 
  Ursprung: Großbritannien.
 
  Datum der Publikation des gültigen Original-Standards: 29.10.2003
 
  Verwendung: Derber, widerstandsfähiger Arbeitsterrier,
                      besonders für die Arbeit unter der Erde geeignet.
 
  Klassifikation FCI: Gruppe 3, Terrier. Sektion 1, hochläufige Terrier.
                              Mit Arbeitsprüfung.
 
 
 
Allgemeines Erscheinungsbild: Arbeitsfreudig, lebhaft, wendig; für Schnelligkeit und Ausdauer gebaut. Vermittelt einen allgemeinen Eindruck von Harmonie und Beweglichkeit. Natürlich erworbene Narben sind zulässig.
 
Wichtige Proportionen: Harmonisch gebaut.
Die Gesamtlänge des Körpers ist geringfügig größer als die Höhe vom Widerrist zum Boden. Die Entfernung von der Nasenspitze zum Stop ist ein wenig kürzer als die vom Stop zum Hinterhauptbein.
 
Verhalten / Charakter (Wesen): Im wesentlichen ein Gebrauchsterrier, mit der Fähigkeit und dem zur Arbeit im Bau und in der Jagdmeute geeigneten Körperbau.
Unerschrocken und freundlich.
 
Kopf
Oberkopf:
Schädel: Flach, mäßig breit, zu den Augen hin allmählich schmäler werdend.
Stop: Flach.
 
Gesichtsschädel:
Nase: Schwarz.
Kiefer / Zähne: Kräftige Kiefer, muskulös. Perfektes regelmäßiges und vollständiges Scherengebiss, wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die untere greift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen. 
Augen: Mandelförmig, ziemlich tiefliegend, dunkel, mit leidenschaftlichem und durchdringendem Ausdruck.
Ohren: Klein, "V"-förmig, nach vorne fallend, dicht am Kopf getragen. Die Ohrspitze muss bis zum Augenwinkel reichen, die Falte nicht über dem höchsten Punkt des Schädels liegend. Der Ohrlappen ist mäßig dick.
 
Hals: Klar umrissen, muskulös, von guter Länge, sich zu den Schultern hin allmählich verstärkend.

 

Körper: Gut ausgewogen. Die Länge des Körpers ist geringfügig größer als die Höhe vom Widerrist zum Boden.
 
Rücken: Kräftig und gerade.
 
Lende: Leicht gewölbt.
 
Brustkorb: Von mäßiger Tiefe dabei nicht tiefer als bis zum Ellenbogen reichend, hinter den Schultern von zwei durchschnittlich großen Händen zu umfassen. Rippen nicht zu stark gewölbt.
 
Rute:
Kupiert: In ihrer Länge zum Körper passend, so dass ein fester Zugriff mit der Hand möglich ist. Kräftig, gerade, mäßig hoch angesetzt, in der Bewegung hoch aufgerichtet getragen.
Unkupiert: Von mäßiger Länge und so gerade wie möglich, zur Ausgewogenheit der Gesamterscheinung des Hundes beitragend, dick am Ansatz, sich zum Ende hin verjüngend. Mäßig hoch angesetzt, in der Bewegung hoch aufgerichtet getragen.
 
Gliedmassen
 
Vorderhand: Kräftige Läufe, die gerade sein müssen, mit Gelenken, die weder nach innen noch nach außen drehen.
 
Schultern: Lang und schräg, gut zurückliegend, klar umrissen am Widerrist.
Ellenbogen: Am Körper anliegend, an den Seiten frei beweglich.
 
Hinterhand: Kräftig, muskulös mit guter Winkelung.
 
Kniegelenk: Gut gewinkelt.
Sprunggelenk: Tief angesetzt.
Hintermittelfuß: Parallel, erzeugt viel Schub.
 
Pfoten: Kompakt mit festen Ballen, weder nach innen noch nach außen gedreht.
 
Gangwerk / Bewegung: Frei ausgreifend, ausgeglichen. Gerade im Kommen und Gehen.
 
Haut: Muss dick sein und locker anliegen.
 
Haarkleid
 
Haar: Von Natur aus harsch, anliegend und dicht, gleichgültig ob rauhaarig oder glatt. Bauch und Unterseiten behaart.
 
Farbe: Vollständig weiß oder vorwiegend weiß mit lohfarbigen, gelben oder schwarzen Abzeichen oder jede Kombination dieser Farben, vorzugsweise beschränkt auf den Kopf und/oder auf den Ansatz der Rute.
 
Grösse: 
Rüden: Ideale Widerristhöhe 36 cm  (14 inch)
Hündinnen:  Ideale Widerristhöhe 33 cm  (13 inch) Ein Über- oder Untermaß von 2 cm ist akzeptabel
 
Fehler: Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten sollte als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.
 
Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.
 
N.B.: Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.

 

Bemerkungen zu Größe und Haarkleid

 

Der weitaus größte Teil, der in den letzten Jahren im PRTCD e.V. zur Zucht zugelassenen Hunde, wies eine Schulterhöhe von 32 bis 37 cm auf. Sehr kleine Hunde, das heißt Hunde mit Schulterhöhen von 30 cm oder weniger sind nicht sehr häufig vertreten. Außerdem tun sich diese kleinen Hunde sehr schwer, zur Zucht zugelassen zu werden, da diese Hunde meist Mängel im Verhältnis Schulterhöhe zu Körperlänge, sowie in der Korrektheit der Vorderbeinstellung aufweisen. Hunde mit mehr als 30 cm Schulterhöhe sind außerdem wesentlich beweglicher und haben insbesondere mit Treppen keinerlei Probleme

 

Der Standard unterscheidet beim Haarkleid Rauhaar und Glatthaar. Beim Rauhaar gibt es noch die Variation "Broken-coat". Diese gelten jedoch nicht als verschiedene Schläge, weshalb rauhaarige und glatthaarige Hunde beliebig miteinander angepaart werden dürfen. Aus diesem Grund befinden sich bei nahezu allen PRT sowohl rauhaarige als auch glatthaarige Vorfahren in der Ahnentafel. Es ist deshalb auch nicht selten, dass in einem Wurf sowohl rauhaarige als auch glatthaarige Welpen liegen. Eine zuverlässige Vorhersage der Haarart ist deshalb für den Züchter vor dem Wurftermin überhaupt nicht möglich. Bei den Welpen selbst kann man mit geübtem Auge nach ein paar Wochen zumeist die Haarart erkennen. Sichere Zeichen für Rauhaar sind neben der größeren Länge des gesamten Fells vor allem einzelne lange weiße Haare, welche gut sichtbar in braune oder schwarze Flecken am Kopf oder am Körper hineinreichen. Außerdem sieht man mit etwa fünf Wochen oft auch schon einen gewissen "Bartansatz", welcher ebenfalls nur bei rauhaarigen Hunden auftritt. Es kann allerdings selbst dem erfahrenen Züchter in Einzelfällen passieren, dass er einen Welpen mit acht Wochen als glatthaarig ansieht, der sich hinterher ausgewachsen als Hund mit knappem Rauhaar herausstellt.

Struktur und Dichte des Fells sind für den PRT als Arbeitsterrier von wesentlicher Bedeutung. Ein gutes, schützendes Fell besteht aus dichter Unterwolle und hartem, geradem, fettigem und dadurch wasserfestem Deckhaar. Das Deckhaar muss fest anliegen. Brust, Bauch und die Innenseiten der Schenkel müssen ebenfalls dicht behaart sein, wobei wenig oder gar keine Haut sichtbar ist. Nur ein solches Haarkleid schützt den PRT vor Regen und Kälte und bietet ausreichend Schutz vor Verletzungen bei der jagdlichen Arbeit, z.B. beim Stöbern im Dickicht oder im Schilf. Unerwünscht ist dünnes, feines, weiches, lockiges oder offenes Haar.

Quelle: www.prtcd.de

 

 


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